Freitag, 2. Dezember 2016

Schlefaz - Adventspezial

Heute Abend 22:00 Uhr startet eine art Zwischenstaffel von Schlefaz: Vier Folgen bis Weihnachten. Start mach Sharknardo 4. Es folgen in den nächsten Wochen noch:

09.12. - SchleFaZ: Wenn die tollen Tanten kommen
16.12. - SchleFaZ: Jack Frost - Der eiskalte Killer
23.12. - SchleFaZ: Santa Claus.

Wer also vom Weihnachtsmarkt genug hat, danach Tele 5 einschalten :-)

Sonntag, 27. November 2016

Playstation VR: Was taugt sie für Filme?

Moment - ein Hardwaretest auf einem Blog der sich vorzugsweise mit Filmen beschäftigt? Passt das? In diesem Fall ja - weil man auf der Playstation VR Filme sehen kann. Und das war für mich eigentlich mit ein Hauptgrund, sie zu kaufen - auch wenn die Spiele ebenfalls sehr cool sind. Natürlich war ich zunächst etwas skeptisch - konnte aber nicht wiederstehen und hab sie - nachdem sie wieder lieferbar war - direkt bestellt.

Playstation VR und Filme

(c) Sony
Grundsätzlich kann man sagen, dass es gut funktioniert. Gestern habe ich Stephen Kings Katzenauge über Amazon Prime auf der Playstation VR gesehen und war Anfangs richtig begeistert. Man hat zunächst wirklich das Gefühl in einem großen Kinosaal vor einer Leinwand zu sitzen. Kritikpunkte gibt es jedoch auch - dazu später mehr.
Zunächst mal einen Überblick, wie das ganze funktioniert: Die Brille selbst stellt mit ihren Display zwei riesige  Leinwände dar - die dann durch die Linsen vor den Augen wieder zu einem großen Bild verschmelzen. Die Playstation hat hier die Möglichkeit verschiedene Größen darzustellen - umgerechnet auf einen TV wären das klein (117 Zoll), mittel (163 Zoll) und groß (226 Zoll). Jedoch kommt einem das ganze weniger wie ein TV vor, sondern eher, als ob man alleine in einem leeren Kinosaal sitzt. Drumherum ist alles schwarz - vorne sieht man eine große Leinwand, auf welcher der Film abgespielt wird. Hier ist es übrigens egal ob es eine eingelegte DVD oder BluRay ist - oder es sich um ein gestreamtes Video von YouTube, Amazon oder Netflix handelt.
Die Position der Leinwand kann im nächsten Schritt problemlos angepasst werden. So wird auf diese Art simuliert, in welcher Reihe man im Kino sitzt: Sprich, ob man eher gerade aus auf die Leinwand sehen will (gleiche Höhe), ob man weiter hinten sitzen will - also höher als die Leinwand - oder ob man einen der unbeliebten Plätze in den Reihen 1 bis 5 haben will und ständig nach oben schauen will. Die Playstation VR löst das auf diese Weise, dass beim Aufziehen der Brille diese das registriert und die Position des Kopfes (per Playstation Kamera Tracking ortet). Danach hat man ungefähr 5 Sekunden Zeit in der man auf die zukünftige gewünschte Position der virtuellen Leinwand schaut. Ab dem Moment bleibt die Position der Leinwand dann statisch bestehen. Wenn man den Kopf mit der Brille bewegt, bleibt die Leinwand übrigens an der selben Stelle (also wie im echten Kino). Dadurch ensteht beim Filmeschauen auch kein Motion-Sickness Effekt. Schön wäre übrigens, wenn es irgendwann eine App gibt, die auch den Kinosaal in VR simuliert. So, dass man neben der Leinwand z. B. einen Vorhang sieht, im dunkeln die Sitzreihen vor sich sieht usw. Bleibt abzuwarten, ob hier Sony was in Arbeit hat.

Technik

Wie oben beschrieben gibt es drei verschiedene Größen, die zum Darstellen der Virtuellen Leinwand benutzt werden können. Während die Größe der Leinwand super ist und das Kinogefühl dadurch wirklich gut rüberkommt bleibt ein großes Manko: Dies ist die Auflösung. Inzwischen ist man in der Regal ja 1080p am Full HD TV gewöhnt. Die Brille macht hier große Abstriche. Die Auflösung beträgt bei der VR 1920×1080 (960×1080 pro Auge). Details zur Technik sind im Internet genug dokumentiert, weshalb ich nicht weiter auf die Hintergründe eingehen will sondern das ganze mehr aus Benutzersicht bewerten will. Während die Auflösung bei älteren Filmen nicht störend wirkt - besonders wenn es sich um Kopien von VHS Tapes oder ähnliches als AVI handeln sollte - kommen BluRays weitaus schlechter als auf dem TV rüber. Hier muss man entscheiden -  Kinogefühl auf riesiger Leinwand - oder doch Bildqualität aber auf einem normalen TV. Bei mir wird das vermutlich von der Tageslaune abhängen. Abgesehen von der Auflösen fiel mir auch das Ansehen des Filmes schwieriger. Das Auge arbeitet hier wesentlich konzentrierter als am TV - dies merkt man besonders, wenn man die Brille dann nach einiger Zeit abnimmt und wieder in der "realen" Welt ist. Pausen sind also wirklich von Zeit zu Zeit nötig.


Handling der Brille

Die Brille - bzw. sagen wir besser der Helm - wiegt um die 600 Gramm. Viel Gewicht denkt man zunächst. Erstaunlich wenig aber, wenn man sie dann einmal auf dem Kopf hat. Dank der stabilen Konstruktion zum festziehen sitzt die Brille auch bei schnellen Bewegungen fest. Und wenn man die Brille zum Filme schauen benutzt fallen die schnellen Bewegungen ohnehin weg. Nachteil ist: Wenn man einen wirklich langen Film schaut, kann die Brille doch störend empfunden werden. Mir wurde nach einiger Zeit relativ warm, so das ich während dem 90 Minuten Film die Brille doch zweimal kurz abziehen musste.

Die Zukunft des Filmeguckens?

Bei aller Kritik muss man immer im Auge behalten, dass es sich bei der Playstation VR um die erste Generation einer massentauglichen VR Brille handelt. Und dafür klappt das ganze schon erstaunlich gut. Es bleibt abzuwarten, was in den nächsten Jahren noch kommt. Wenn an den Punkten wie höhere Auflösung gearbeitet wird, steht auch einem regelmässigen Einsatz für lange Filmeabende nichts im Weg. Im Moment jedoch ist es eher wie ein heimisches TV Event. So wie bei einem 3D Film am TV: Man macht es ab und zu - es hat was besonderes - aber man wird sich nicht jeden Film auf diese Art ansehen.

Fazit

Ob das ganze nun knapp 500 Euro (Playstation VR + PS Kamera) wert ist, muss jeder für sich entscheiden. Alleine zum Filme schauen ist es aktuell ein noch zu teurer Preis. Jedoch liegt der Hauptnutzen ja immer noch beim Spielen. Hier habe ich die Demodisc einmal angespielt und war überrascht, wiegut das funktioniert. Inbesondere Tumble VR, Eve: Valkyrie und Battlezone haben das Mittendrin-Gefühl extrem gut umgesetzt. Die Brille ist aktuell übrigens wieder einmal ausverkauft. Unsichere Käufer sollten aber besser sowieso bis nächsten Jahr warten, wenn es die erste Preissenkung ansteht. Dazu sei abzuwarten, was Sony noch anhand mit Softwareupdates aus der Brille rausholen wird. Auch wenn sich natürlich in Punkto Auflösungen selbstverständlich nichts ändern wird, wird aktuell vermutlich noch nicht alles aus der Brille rausgeholt was theoretisch möglich ist.

Samstag, 19. November 2016

Filmkritik: Nackt unter Affen (1968)

(c) Three-Stars
Fast schon obligatorisch gibt es für einen italienischen Film aus den 60iger Jahren mindestens fünf verschiedene Titel. So auch hier: Aus dem Original-Titel Eva, la Venere selvaggia - im englischen Eva die wilde Frau - wurde kurzerhand der US-Titel King of Kong Island gemacht, auch wenn der Film rein überhaupt nichts mit King Kong zu tun hat. Der deutsche Verleih wollte - oder konnte - sich jedoch mit diesen lahmen Titel nicht anfreunden und mußte ihn offenbar nochmals toppen: Nackt unter Affen war das endgültige unglaublich kreative Ergebnis.
Die Story ist ziemlich wirr und wurde mir erst beim Nachlesen bei Wikipedia richtig klar. Ein verrückter Professor implantiert einem Affen einen Mikrochip ins Gehirn. Dieser wird dadurch hochgradig intelligent und entführt im Auftrag des Oberschurken eine Frau. Ein paar Söldner - machen sich mehr oder weniger auf die Suche nach ihr und treffen dabei auf Eva. Hier bekommt dann übrigens auch der deutsche Filmtitel einen tieferen Sinn: Eva läuft nämlich oben ohne rum. Abgesehen von gut Aussehen kann Eva aber auch die Sprache der Affen beherrschen und hilft bei der Suche nach der entführten Frau.
Abgesehen davon, dass weder Darsteller noch das sinnfreie Drehbuch, Effekte oder Kamera überzeugen können tun die Kostüme das Restliche: Ein paar Typen in Affenkostümen erzeugen leider keinen Grusel. Und auch 1968 wird das nicht anders gewesen sein. Ein weiteres großes Manko sind die Tiereffekte - oder wie man das nennen soll. Eigentlich gibt es in diesem Film - der im Dschungel spielen soll - überhaupt keine Tiere. Alles was an Klein- und Großtier so rumläuft wurde mehr als dilletantisch aus irgendwelchen Dokus reingeschnitten. Weder Beleuchtung, Umgebung noch Tageszeit stimmen hier oftmals über ein. Zum Gesamtbild passt dies jedoch irgendwie. Wer auf klassichen Trash steht kann hier unbeschwert einen Blick riskieren, da der Film trotz alles Mankos seinen Charme hat. filmdetails
Blogverzeichnis Dieser Blog benutzt Cookies