Dienstag, 13. Februar 2018

Filmkritik: Hatchet 2 (2010)

(c) Tiberius Film
Wie schon beim ersten Teil festgestellt, ist Hatchet eine in Deutschland nicht ganz so prominente Horrorfilm Reihe. Warum das so ist, kann man schlecht beurteilen. Teil 1 bietet viel, das einem Horrorfilm gefallen kann: Eine Geschichte um einen wirren Mörder der alleine im Sumpf lebt. Das ganze verpackt mit derben Effekten (die zum großen Teil ohne CGI auskommen) und ein paar mehr oder weniger sympathische Charaktere, die nur eines gemeinsam haben: Ihre Lebenserwartung ist extrem kurz. Auf der anderen Seite hat man alles irgendwie schon einmal gesehen.
Wie auch immer - inzwischen gibt es vier Teile und der letzte erschien erst im letzten Jahr. Rein chronologisch ist nach dem ersten Teil selbstverständlich der Zweite dran, der heute auf dem Programm steht.
Und chronologisch ist wortwörtlich zu nehmen: Kein Prequel oder paraleller Handlungsstrang. Hatchet 2 beginnt genau da, wo Teil 1 aufhört. Marybeth ist die einzige Überlebende von Crowleys Massaker und wird nach dieser verhängnisvollen Nacht von einem Fischer aus den Sümpfen gerettet. Sie selbst hat zwar überlebt - jedoch ist das Geheimnis um den Tod ihres Vaters und Bruders immer noch nicht geklärt. Genauso, wie nicht genau geklärt ist, wer oder was Crowley überhaupt wirklich ist. Ein Geist - wie alle behaupten? Oder doch ein ganz normaler degenerierter Serienmörder aus Fleisch und Blut. Ein Grund für Marybeth Revenant Zombie aufzusuchen - jenen dubiosen Typ, der die sogenannten Grusel Sumpf-Touren organisiert. Nicht lange dauert es und Marybeth überredet den Revenant sich erneut auf den Weg in den Sumpf zu machen. Beide haben nämlich einen guten Grund dafür: Der Revenant will sein verlorenes Boot wiederfinden - und Marybeth das Rätsel um das Verschwinden ihrer Angehörigen aufklären.
Wie erwartet bekommt man auch im zweiten Teil reine Unterhaltung geboten: Wer irgendwas mit Anspruch sucht ist fehl am Platz. Doch so soll es sein. Auch im zweiten Teil wird wieder viel mit ganz klassischen Mitteln gearbeitet: Keine CGI sondern handgemachte Splattereffekte bestimmen das Bild. Meterhohe Blutfontainen und abgetrennte Körperteile sollten hier einen nicht abschrecken. Auch die Darsteller sind - obwohl die Schauspielerin von Marybeth ausgetauscht wurde - durchwegs gut gewählt. Ganz nebenbei ist Hatchet 2 wohl einer der wenigen Filme, die Tom Holland - normalerweise Regisseur und maximal Nebendarsteller - in einer Hauptrolle zeigen. Auch Tony Todd - vielen wohl eher bekannt als der Candyman aus dem gleichnamigen Film - kann mit seiner charasmatischen Austrahlung überzeugen. Im Teil 1 noch eine Nebenrolle hat er hier eine Hauptrolle. Zusammengefasst: Für Fans klassischer Horrorfilme ohne Tiefgang eine Empfehlung. Besonders, wenn es mal etwas härter zur Sachen gehen darf. Apropos härter zur Sache: Die deutsche FSK Fassung (siehe Cover oben) ist in allen Versionen geschnitten. Wer den Film unzensiert genießen will (was ausdrücklich empfohlen wird) sollte hier auf die österreichische Fassung von Illusions Unltd. zurückgreifen. filmdetails

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